Auktion 13. Rhenumis eauction

02.09.2026 - 03.09.2026

BANKNOTEN ASIEN
Los 11783
Los 11783
Ausruf
2.500 €
China, Staatspapiergeld, 1 Kuan (1368-1399), "Ming Dynastie", 1 Kuan = 1000 Käsch-Münzen, Epoche Hung-Wu= Epoche des ungeheuren Krieges, Format 225x 340 mm: Av: Mitte zehn Schnüre Käsch Münzen, die dem Nennwert entsprechen. PMG 30 Very Fine, Kantenschäden. Einer der ältesten in Sammlungen vorkommenden Scheine der Welt. Die Chinesen kannten bereits in der Tang-Dynastie (618-906) und danach auch in der Sung-Dynastie (960-1279) eine Vorform des Papiergeldes, das wegen seines geringen Gewichtes "fliegendes Geld" genannt wurde. Doch schon im 10. Jhr. hatten die Chinesen einen gut ausgebildeten Banknotenverkehr mit übertragbaren Scheinen (sog. "Koa-tse"= Umlaufmittel), der unter einer durch ständige Vermehrung der Umlaufmenge herbeigeführten Inflation litt. In der Ming-Dynastie (1368-1644) versuchte man zunächst durch die Ausgabe von Kupfermünzen wieder zu geregelten Geldverhältnissen zu kommen. Als dieser Versuch scheiterte, begann der Staat wieder neues Papiergeld auszugeben, doch auch die neuen Scheine verloren ständig an Wert, bis sie schließlich wertlos wurden. Über diese Scheine schrieb der Jesuitenpater Du Halde in seinem 1735 veröffentlichen Buch über China: "Sie wurden an Hauptbalken des Hauses aufgehängt, um sie zur Schau zu stellen, dienten aber auch als Talisman zur Verhütung von Unheil". Der größten Teil der in Sammlungen vorkommenden Scheine aus der Ming-Dynastie stammt aus einem Fund, der europäische Soldaten im Sockel einer Buddha-Statue machten, als sie während des Boxeraufstandes 1899-1901 in den Sommerpalast des Kaisers in Peking eindrangen. Das Papiergeld blieb nach vielen fehlgeschlagenen Einführungsversuchen in China unpopulär. Im größeren Stil wurde erst wieder Mitte des 19.Jh. während der Taiping Revolution mit Papiergeld experimentiert.
Bei Liquidationslosen werden Untergebote bis 30 % unter Ausruf akzeptiert - natürlich nur, wenn niemand höher bietet!
Zuschlag
2.600 €